Was muss auf eine Handwerker-Website? Die Checkliste

Welche Seiten und Inhalte Ihr Betrieb braucht, damit Kunden Sie bei Google finden und anfragen. Zum Abhaken.

Von Sonia Bürvenich Aktualisiert am

Bevor Sie anfangen: Wofür ist Ihre Website da?

Eine Handwerker-Website hat eine Hauptaufgabe: Anfragen bringen. Jeder Punkt dieser Checkliste zahlt darauf ein. Er hilft entweder, dass Kunden Sie finden, oder dass sie Ihnen vertrauen, oder dass sie leicht anfragen können.

Die Liste stammt aus meiner Arbeit mit Handwerksbetrieben, unter anderem aus dem Aufbau der Website des Kölner Malerbetriebs MyWorker.

Seiten und Aufbau

  • Startseite: In wenigen Sekunden muss klar sein, was Sie machen, wo Sie arbeiten und wie man Sie erreicht.
  • Eine Seite pro Leistung: Malerarbeiten, Bodenbeläge, Badsanierung. Jede Leistung, für die Sie Aufträge wollen, bekommt eine eigene Seite mit Beschreibung, Ablauf und Beispielen.
  • Einsatzgebiet: Nennen Sie die Orte und Stadtteile, in denen Sie arbeiten. Kunden suchen oft mit Ortsangabe.
  • Über uns: Wer steckt hinter dem Betrieb? Ein Foto vom Team wirkt mehr als jeder Werbetext.
  • Kontakt: Telefonnummer, Mail, Adresse und Öffnungszeiten an einer Stelle.
  • Karriereseite: Wenn Sie Mitarbeiter suchen, gehört eine eigene Seite mit Ihren Stellen dazu.

Inhalte, die Vertrauen schaffen

  • Echte Fotos: Bilder von Ihren Baustellen, gerne als Vorher-Nachher. Stockfotos erkennt jeder.
  • Bewertungen: Zeigen Sie Ihre Google-Bewertungen dort, wo Kunden entscheiden.
  • Preisorientierung: Ab-Preise oder Beispielrechnungen für typische Aufträge.
  • Ablauf: Was passiert nach der Anfrage? Besichtigung, Angebot, Termin, Ausführung.
  • Antworten auf häufige Fragen: Was Kunden Sie am Telefon fragen, gehört als FAQ auf die Website.

Anfrage leicht machen

Die meisten Ihrer Kunden kommen über das Handy. Deshalb:

  • Telefonnummer zum Antippen, gut sichtbar oben auf jeder Seite.
  • Ein kurzes Anfrageformular: Name, Kontakt, Art der Arbeit, Ort und ein Freitextfeld reichen. Jedes zusätzliche Feld kostet Anfragen.
  • Schutz vor Spam: unsichtbarer Spam-Schutz statt Bilderrätsel, die echte Kunden abschrecken.
  • WhatsApp als Option, wenn Sie darüber erreichbar sein wollen.

Pflichtangaben: Impressum und Datenschutz

Jede geschäftliche Website braucht ein Impressum und eine Datenschutz­erklärung. Für Handwerksbetriebe gehören ins Impressum in der Regel:

  • Name und Rechtsform des Betriebs, bei Gesellschaften der Vertretungsberechtigte
  • Anschrift, Telefon und Mail
  • Registereintrag (Handelsregister), falls vorhanden
  • Umsatzsteuer-ID, falls vorhanden
  • die zuständige Handwerkskammer und, bei zulassungspflichtigen Handwerken, die Berufsbezeichnung

Die genauen Angaben hängen von Ihrer Rechtsform und Ihrem Gewerk ab. Im Zweifel hilft Ihre Handwerkskammer. Die Datenschutz­erklärung muss zu den Diensten passen, die Ihre Website tatsächlich nutzt.

Technik, die Sie nicht sehen, die aber zählt

  • Schnelle Ladezeit auf dem Handy: Langsame Seiten verlieren Besucher, bevor sie etwas gelesen haben.
  • Verschlüsselte Verbindung (HTTPS): Ohne das Schloss im Browser warnen manche Browser vor Ihrer Seite.
  • Verbindung zum Google-Unternehmensprofil: Website und Karteneintrag sollten dieselben Daten zeigen und aufeinander verweisen.
  • Strukturierte Daten: Ein Code im Hintergrund, der Google und KI-Suchen sagt, wer Sie sind, was Sie anbieten und wo Sie arbeiten.
  • Gut bedienbar für alle: klare Kontraste, lesbare Schrift, mit der Tastatur bedienbar. Ob das für Sie Pflicht ist, steht im Ratgeber zur Barrierefreiheit.

Die Checkliste zum Abhaken

BereichPunktErledigt?
Aufbau
Aufbau
Aufbau
Vertrauen
Vertrauen
Vertrauen
Anfrage
Anfrage
Pflicht
Technik
Technik

Fehlen bei Ihnen mehrere Punkte? Dann lohnt sich ein Blick auf meine Leistungen für Handwerksbetriebe: Ich baue Ihre Website für Handwerker individuell zum Festpreis, mit allem aus dieser Liste.

Reicht ein Onepager für einen Handwerksbetrieb?

Für den Anfang kann eine einzelne Seite reichen, wenn Sie nur eine Leistung anbieten. Sobald Sie mehrere Leistungen haben, lohnen sich eigene Seiten. Google kann dann jede Leistung einzeln zeigen, und Kunden landen direkt beim richtigen Angebot.

Sollte ich Preise auf meiner Website nennen?

Wenn es geht, ja. Kunden wollen vor einer Anfrage wissen, ob sie im richtigen Rahmen liegen. Ab-Preise, Beispielrechnungen oder Preisspannen für typische Aufträge schaffen Vertrauen und sortieren unpassende Anfragen aus.

Brauche ich einen Cookie-Banner?

Nur, wenn Ihre Website Dienste nutzt, die eine Einwilligung brauchen, etwa Werbe-Tracking oder bestimmte eingebundene Inhalte. Eine Website ohne solche Dienste kommt ohne Banner aus. Das ist auch für Ihre Besucher angenehmer.

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Sonia Bürvenich, Inhaber

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